#Aktuelle Veranstaltungen#

SOS für die Demokratie – wir schlagen Alarm

7. Februar 16 Uhr vor dem Rathaus mit Lärm-Instrumenten, Schirmen und Sandwiches usw.

Liebe Omas, liebe alle Organisationen im Solizentrum, liebe Oldies for Future,

Kemmerich ist zurückgetreten. Aber damit ist längst nicht alles wieder gut. Wir dürfen nicht schweigend zusehen wie trotz aller gegenteiligen Behauptungen eine bürgerliche Partei mit der AfD paktiert und ihr zu Einfluss verhilft. Das ist ein absoluter Tabubruch. Unsere Demokratie wird ad absurdum geführt. So ein „Coup“ wie ihn CDU, FdP und AfD hier hingelegt haben, darf nie und nirgends gelingen. Wenn die Mehrheit jetzt schweigt, wird ein Präzedenzfall geschaffen. Verhindern wir das gemeinsam! Wir dürfen nicht länger schweigen. Denn heute genau wie Anfang der dreißiger Jahre ist es die schweigende Mehrheit, die den Nazis zur Macht verhilft. Schlagen wir Alarm!

Wir OMAS GEGEN RECHTS rufen Euch alle auf, Euch morgen, Freitag, den 7.2.2020 an einem spontanen Spaziergang in der Innenstadt zu beteiligen. Ein Spaziergang, zu dem Regenschirme, selbstgemachte ‚Sandwiche‘ getragen werden dürfen. Lasst uns laut sein, Alarm schlagen. Bringt Thrillerpfeifen, Topfdeckel, Trommeln, was auch immer mit. Vielleicht führt uns der Spaziergang ja beim FdP Büro in der breiten Straße vorbei. Wir OMAS sind nur wenige, deshalb brauchen wir jeden von Euch zur Unterstützung. Wir möchten mit Euch, unseren Enkeln ein bischen in der Innenstadt spazieren gehen. Kommt alle!

Öffentliche Stellungnahme der OMAS GEGEN RECHTS Deutschland Bündnis zur Ministerpräsidenten-wahl in Thüringen :


„Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch!“ (Bertold Brecht: Der unaufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui)

Vor wenigen Tagen haben die OMAS GEGEN RECHTS gemeinsam mit sehr vielen Menschen der Befreiung des KZ Auschwitz gedacht. Wir OMAS stehen dafür ein, dass sich nie wieder ein solch verheerendes, menschenverachtendes Regime wie die NS-Diktatur in Deutschland etablieren darf.
Und sie sind wieder da – die Faschisten, vor denen Brecht in seiner Parabel über den Aufstieg Hitlers gewarnt hat.

In Thüringen wurde heute ein neuer Ministerpräsident gewählt.Thomas Kemmerich, den die FDP im dritten Wahlgang aus politischem Machtkalkül zur Wahl stellte, gewann die Wahl mit den Stimmen der AfD. Der völkisch-nationale Faschist Björn Höcke hat damit seinen hauseigenen Ministerpräsidenten. Der Tabubruch wurde von CDU und FDP gewollt. Thomas Kemmerich hat die Chance vertan, die Wahl abzulehnen.

Unsere schlimmsten Befürchtungen sind wahr geworden: Bürgerliche Parteien paktieren mit Faschisten. Das ist unerträglich. Höcke und seine Neonazis feiern öffentlich ihren Sieg. Wir, die OMAS GEGEN RECHTS DEUTSCHLAND-BÜNDNIS fordern Thomas Kemmerich auf: Treten Sie zurück!

Wir fordern von allen demokratischen Parteien: Unternehmen Sie alles, um weiteren Schaden von der Demokratie abzuwenden!

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Bildrechte Lübecker Flüchtlingsforum e.V.

Presseerklärung Bündnis Hafenstraße 96:

Am 18. Januar 2020 jährt sich zum 24. Mal der Brandanschlag auf die Geflüchteten-unterkunft in der Hafenstraße in Lübeck. 24 Jahre ist es her, dass 10 Menschen sterben mussten, davon 7 Kinder, und dass weitere 34 Menschen zum Teil schwer verletzt wurden. Neonazis zündeten nachts das Haus an, in dem die Menschen lebten und setzten so ihr rassistisches Weltbild in die Tat um. Verurteilt wurden die Täter nicht, obwohl sie teilweise sogar Geständnisse ablegten und die Indizienlage sie eindeutig belastete. Ein wirklicher Aufklärungswillen der staatlichen Organe war nicht zu erkennen.

Wir rufen auch dieses Jahr wieder dazu auf, am 18. Januar mit Betroffenen von rechter Gewalt, Angehörigen der Opfer und allen solidarischen Menschen auf die Straße zu gehen.

Wir laden auch alle herzlich zu den Veranstaltungen, Filmen sowie zum Gedenken am Erinnerungsstein ein.

Es ist notwendiger denn je, denn das vergangene Jahr hat erneut gezeigt, dass weiter Menschen von Neonazis ermordet werden und staatliche Organe unwillig sind, tatkräftig gegen Rechte Strukturen vorzugehen. Wir trauern um alle Opfer rechter Gewalt, wir trauern um die Menschen, die im Mittelmeer ertrinken, obwohl sie Schutz suchten. Wir sind wütend darüber, dass Menschen abgeschoben werden, in Länder, in den ihnen Verfolgung, Folter und Tod drohen. Heike Behrens vom Lübecker Flüchtlingsforum sagt dazu: „Wir bleiben solidarisch mit allen Geflüchteten und heißen sie willkommen! Wir fordern das bedingungslose Recht auf Asyl, sichere Fluchtwege und eine menschenwürdige Unterbringung für Geflüchtete.“

Auch Cathalina von der Geschwister-Prenski-Schule sagt dazu: “Auch für uns als junge Menschen, die den schrecklichen Brand in der Hafenstraße nicht erlebt haben, ist es wichtig, Teil der Lübecker Gedenkkultur zu sein, damit die Opfer des Brandanschlages nicht vergessen werden.“

https://hafenstrasse96.org/


Veranstaltungen im Rahmen des Gedenkens:

*Film »Tot in Lübeck«

Dienstag, 14. Januar 2020 – 19.00 Uhr und Mittwoch, 15. Januar 2020 – 19.00 Uhr

Blauer Engel, Clemensstraße 8, Lübeck

*Veranstaltung Welche Rolle spielt Gedenken heute?Donnerstag, 16. Januar 2020 – 19.00 UhrschickSAAL, Clemensstraße 7, Lübeck


*Demo »Gedenken & Anklagen«Samstag, 18. Januar 2020 – 13.00 UhrBeginn: Breite Straße Ecke Kohlmarkt, Lübeck – Ende am Gedenkstein in der Konstinstr.

*GedenkenSamstag, 18. Januar 2020 – 14.00 UhrHafenstr. Ecke Konstinstr., Lübeck

Gewaltfreie Aktionsformen, Donnerstag,9.01.2020 – 19.00 Uhr

Auch 2020 antimilitaristisch unterwegs

DFG-VK-Treff Lübeck im Café des Solizentrums

*Film »Tot in Lübeck«* • Dienstag, 14. Januar 2020 – 19.00 Uhr
• Mittwoch, 15. Januar 2020 – 19.00 Uhr
Blauer Engel, Clemensstraße 8, Lübeck

Amir und Kimia Bakhshi Zajkani bereichern die Lesung mit iranischer Musik.

*Welche Rolle spielt Gedenken heute?*
• Donnerstag, 16. Januar 2020 – 19.00 Uhr
schickSAAL, Clemensstraße 7, Lübeck

*Demo »Gedenken & Anklagen«*
• Samstag, 18. Januar 2020 – 13.00 Uhr
Breite Straße Ecke Kohlmarkt, Lübeck

*Lesung: “Mama Superstar” von den Autoren Melisa und Manik

Ein Buch über Mut, bedingungsloser Liebe und kultureller Vielfalt. Vorgelesen von Kathrin Schmidt vom Solizentrum.
11 Töchter mit migrantischem Hintergrund ließen sich von ihren Müttern über das Verlassen ihres Heimatlandes und das Ankommen und Integrieren in das neue Land Deutschland erzählen.
Amir und Kimia Bakhshi Zajkani bereichern die Lesung mit iranischer Musik.

Sonntag, 19.1. um 16:30 Uhr
im Solizentrum