Autor: webteam

Veranstaltungen im Solizentrum

Maiflyer_smallAb sofort finden regelmäßig Veranstaltungen im Solizentrum statt. Dafür haben wir den ehemaligen Männerschlafsaal fit gemacht, wo jetzt ca. 100 Menschen bequem Platz finden.

Viele Veranstaltungen sind mehrsprachig und richten sich an Geflüchtete und Alt-Lübecker_innen gleichermaßen.

Das aktuelle Veranstaltungsprogramm für den Mai 2016 könnt Ihr hier als PDF-Flyer herunterladen:

 

Die nächsten Termine:

Afghanistan: Krieg und Flucht

Dienstag, 10.5., 18:30

Vor dem Hintergrund des Zusammenhangs von Krieg und Flucht geht es um das Scheiterns des westlichen
Engagements in Afghanistan. Mit Dr. Hans-Georg Ehrhart, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik
an der Uni Hamburg. Veranstaltungssprachen: Deutsch/Farsi.

Asylverfahren in Deutschland

Dienstag, 17.5., 19:00

Infoveranstaltung für Geflüchtete mit Abdulla Mehmud, Lübecker Flüchtlingsforum e.V.
Veranstaltungssprache: Arabisch

Praktische Solidarität mit Geflüchteten

Mittwoch, 18.5., 18:00 – 22:00

Grundlagenschulung für ehrenamtliche UnterstützerInnen
Die Schulung beschäftigt sich mit der aufenthaltsrechtlichen und sozialen Situation von Flüchtlingen und
zeigt Wege der Unterstützung. Vorwissen nicht erforderlich. Mit Andrea Dallek, Flüchtlingsrat Schleswig-
Holstein e. V., in Kooperation mit der Humanistischen Union Lübeck . Veranstaltungssprache: Deutsch.

Gesundheitssystem in Deutschland

Dienstag, 24.5., 19:00

Wie sieht die Gesundheitsversorgung für Geflüchtete in Deutschland aus? Welche Einschränkungen gibt es
für Menschen im Asylverfahren? Referent: Abdulla Mehmud, Lübecker Flüchtlingsforum e.V., Gesundheitsamt
Lübeck-MiMi Projekt. Veranstaltungssprache: Arabisch.

Interkulturelle WG: Zusammen leben

Dienstag, 31.5., 19:00

Seit Mai 2014 vermittelt das Projekt Interkulturelle WG des AStA der Uni Lübeck gemeinschaftlichen Wohnraum
für Einheimische und Geflüchtete. Ein interkultureller Abend zum Austauschen und gegenseitigem
Kennenlernen. Veranstaltungssprachen: Deutsch/Arabisch/Farsi/Englisch.

Podiumsdiskussion: Perspektiven gegen Abschiebungen

Bleiberecht

Bei einer Podiumsdiskussion mit drei aktivistischen Meinungen wollen wir mit euch unter anderem über diese Ideen sprechen:

  • Abschiebungen erfolgreich Blockieren? Wie und was kommt danach? An was muss gedacht werden?
    Erfahrungsbericht von Aktivist_innen des Bündnisses „Abschiebungen stoppen“ aus Göttingen
  • Die neuen Änderungen im Asylrecht? Was bedeuten sie für Geflüchtet und politische Aktionen der Solidarität? Analyse von einer Hamburger Asylrechts-Anwältin
  • Was ist eigentlich mit Kirchenasyl? Wie stehen hier die Chancen?
    Einschätzungen der Flüchtlingsbeauftragten Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg

12. Mai 2016 – 19:00 Uhr – Otto- Passarge- Saal – Große Burgstraße 51

1. Mai Maifest

Maifest@Walli_2016Jedes Jahr wird am 1. Mai auf dem Gelände der „Alternative e.V.“ genannt „Walli“ gefeiert. Nachmittags von 14 Uhr bis 18 Uhr als Kinderfest mit vielen Attraktionen, Kuchen und ab 18 Uhr bis zum nächsten Morgen mit vielen Bands auf verschiedenen Bühnen.
Auch in diesem Jahr ist das Motto des Festes: Refugees welcome!
Deshalb wollen wir Euch einladen, mit uns gemeinsam diesen Tag und Abend zu feiern!

Chaque année nous fêtons le Premier Mai sur le terrain de l’ “Alternative e.V.”, dit “Walli”. De 15 à 18 heures c’est la fête des enfants avec plein d’attractions et de gâteaux, après 18 heures c’est le tour des ‘grands’ et beaucoup de groupes nous amuseront sur divers scènes jusqu’au petit matin.
Aussi cette année, nous avons pour devise: Réfugiés, soyez les bienvenus!
Nous vous invitons à faire la fête avec nous et passer la journée et la soirée ensemble.

Willy-Brandt-Allee 9

Im Solizentrum gibt es folgendes Programm:

programm

Bündnis gegen Abschiebungen: 3. Treffen, 21.4., 19 Uhr

ES GEHT UM JEDE_N EINZELNE_N! – ABSCHIEBUNGEN VERHINDERN!

Abschiebungen stoppen – Gemeinsam für ein besseres Leben

Aktuell gibt es pro Jahr mehr als 10.000 Abschiebungen aus Deutschland. Jede dieser „Rückführungen“ bedeutet für die Betroffenen eine brutale Zerstörung von Lebensentwürfen, in vielen Fällen sogar eine existenzielle Bedrohung von Gesundheit und Leben.

Unsere Solidarität ist unteilbar

Wenn Menschen sich auf den Weg machen, weil sie sich ein besseres Leben, eine Existenz ohne Ausbeutung und Unterdrückung wünschen, dann haben sie unsere Unterstützung – denn diese Hoffnung ist auch die unsere. Abschiebungen sind kein unabänderliches Schicksal: In verschiedenen Städten ist es engagierten Menschen gelungen, eine beachtliche Zahl von Abschiebungen zu verhindern.

Seien auch wir Sand im Getriebe der Abschiebemaschinerie!

***

Also ihr Lieben,

am 21.04. ist es wieder soweit. Das dritte Treffen zum Planen von Aktionen gegen Abschiebungen in Lübeck steht wieder vor der Tür. Dazu wollen wir alle Neu- und Altinteressierten ganz herzlich einladen am kommenden Donnerstag um 19h ins Café Brazil auf der Walli (Willy- Brandt- Allee 9) zu kommen.

Wir wollen dabei an bereits Erarbeitetes der letzten Bündnis- und Arbeitsgruppentreffen anknüpfen und uns diesmal ganz besonders damit auseinander setzten, was es eigentlich noch alles braucht um starten zu können.

Hier ein grober Vorschlag für die Tagesordnung:

  1. Ablaufplan/ Struktur
  • Ablaufplan Aktion
  • Handystruktur
  1. Öffentlichkeitsarbeit
  • Aufruf
  • Flyer Text
  • Werbung und Nummern sammeln z.B. auf dem Maifest
  1. Informationen und Kontakt an/ zu betroffenen Personen
  • Wie erfahren die „Richtigen“ von unserem Angebot?

Wir freuen uns auf euch und darauf bald los legen zu können.

Liebe Grüße, eure Antirassismus AG.

 

Solidaritätszentrum vertraglich bis 31.10. gesichert !

Pressemitteilung vom 15. April 2016

+++ Solidaritätszentrum vertraglich bis 31.10. gesichert +++ Transit-Unterstützung geht weiter +++ ein Haus für und von Geflüchteten in Lübeck +++ Nebenkosten ungeklärt +++

Am 14.4. wurde der Mietvertrag zwischen der Hansestadt Lübeck und dem Lübecker Flüchtlingsforum über die ehemaligen Gebäude des Grünflächenamts in der Willy-Brandt-Allee 11 unterzeichnet. Der Vertragbeginnt rückwirkend am 1.10.2015 und läuft zunächst bis zum 30.4.2016. Er enthält eine Verlängerungsoption über jeweils 6 Monate, so lange der Bedarf fortbesteht. Zeitgleich mit der Unterzeichnung tritt die erste Verlängerung in Kraft, so dass das Solidaritätszentrum jetzt bis zum 31.10. vertraglich gesichert ist.

“Das Solidaritätszentrum ist nicht nur ein Haus für Geflüchtete, sondern ebenso ein Haus mit und von ihnen. Hier sind Geflüchtete nicht bloße Empfänger_innen von Hilfe, sondern gleichberechtigter und aktiver Teil des Projekts. Damit ist das Solidaritätszentrum ein einzigartiger und unverzichtbarer Ort in Lübeck.”, sagte Britta Kloss, die im vergangenen Oktober den provisorischen Handschlagvertrag mit Bürgermeister Bernd Saxe abgeschlossen hatte.

“Neben der Transitunterstützung, der Küche, der Radwerkstatt und dem Umsonstladen, den Sprachkursen, Beratung und Infoveranstaltungen gibt es hier vor allem Raum, um sich zu treffen, gemeinsam zu kochen, zu feiern und sich zu engagieren: für die Rechte von Geflüchteten und eine Welt ohne Grenzen.”, ergänzt Christoph Kleine vom Solidaritätszentrum.

Die vereinbarte Miete beträgt zwar nur einen symbolischen Euro, die Betriebskosten in Höhe von ca. 30.000 Euro müssen nach bisherigem Stand aber vom Solidaritätszentrum selbst aufgebracht werden.

“Auf Dauer ist es nicht tragbar, dass wir den größten Teil unserer Spendengelder an die Stadtwerke überweisen müssen, anstatt sie für die Unterstützung der Geflüchteten einzusetzen. Wir haben den jetzigen Vertrag akzeptiert, um Sicherheit für die gestarteten Projekte zu bekommen. Aber wir brauchen schnell einen Anschlussvertrag, der das Solidaritätszentrum langfristig sichert, die Betriebskosten durch die Stadt deckt und unseren erweiterten Nutzungszweck anerkennt.”, erklärt hierzu Heike Behrens, die als Mitglied des Flüchtlingsforums den aktuellen Vertrag mit unterzeichnet hat.

In den kommenden Wochen werden wir Vertreter_innen aller Bürgerschaftsfraktionen in das Solidaritätszentrum einladen, um unsere Arbeit vorzustellen.

Das Lübecker Flüchtlingsforum e.V. bittet für den Betrieb des Solidaritätszentrums dringend um Spenden:
Lübecker Flüchtlingsforum e.V. – IBAN: DE23 2305 0101 0160 2777 52 – Sparkasse Lübeck

Veranstaltung: Syrien – Fluchtursache Demokratie

hoffnung-waffenstillstandDie große Flucht der Syrer_innen nach Europa ist auch ein Kampf um ihre Rechte im eigenen Land. Syrien ist das Elend des 21. Jahrhunderts und der Krieg in Syrien ist die größte humanitäre Katastrophe der Gegenwart. Millionen sind auf der Flucht, Hunderttausende tot, verletzt oder in einem ruinierten Land ohne Zukunft gefangen. Was sind Ursachen des Krieges und wer profitiert davon? Gibt es Möglichkeiten des Auswegs aus der Gewalt? Wie kann man helfen und was ist zu tun?

martinEs spricht Martin Glasenapp, Syrienreferent bei medico international

Aktueller Artikel von Martin Glasenapp zur Lage in Syrien: https://www.medico.de/wahltag-in-syrien-16422/

Die Veranstaltung findet zweisprachig deutsch/arabisch statt.

Mittwoch, 27. April, 19 Uhr
Veranstaltungsraum im Solidaritätszentrum, Willy-Brandt-Allee 11

Wir lernen Arabisch!

arabischIn den Räumen des Solizentrums findet ab dem 1.4.2016 ein Arabisch-Sprachkurs von Frauen für Frauen jeden Freitag von 17 – 18 Uhr statt.

Gemeinsam wollen wir Grundkenntnisse dieser Sprache erlernen. Der Sprachkurs wird von 2 Muttersprachlerinnen durchgeführt. Kopien des Übungsmaterials gegen Spende.

 

 

Solizentrum bleibt!

LN_160323Wir brauchen jetzt die Unterstützung von euch allen! Dass Schweden die Grenzen weitgehend geschlossen hat und die Balkanroute dicht ist, bedeutet nicht, dass es kein Solidaritätszentrum in Lübeck mehr braucht. Ganz im Gegenteil: Viele Geflüchtete brauchen Rat und Unterstützung, wie sie mit dieser schwierigen Situation umgehen.
Außerdem fehlen Räume in Lübeck, in denen Geflüchtete sich selbstorganisiert treffen können, wo gemeinsam gekocht, gesungen, getanzt werden kann. Räume für kulturelle und politische Veranstaltungen von und für Geflüchtete. Ein Raum der Begegnung von Alt-Lübecker_innen und Neuangekommenen. All das ist das Solidaritätszentrum.
Wenn CDU und BfL jetzt die Schließung fordern und von SPD und Grünen keine wirkliche Unterstützung kommt, dann ist es an uns und an euch laut und deutlich zu sagen: Das Solizentrum bleibt!

Link zum LN-Artikel: http://www.ln-online.de/Lokales/Luebeck/Walli-soll-Gruenflaechenamt-zurueckgeben

Wir beraten die nächsten Schritte auf unserem PLENUM FÜR ALLE am Freitag, 25.3.2016, 18 Uhr. Kommt vorbei, bringt euch ein!

Newroz auf der Walli

 1424425_1586886918302999_6488152922513574650_n …und irgendwann gab es keine Nationalitäten mehr

Deutlich über 1000 Menschen unterschiedlichster Herkunft feierten am vergangenen Sonntag gemeinsam das mittelasiatische Neujahrsfest Newroz: Smoking neben Kapuzenpulli, langes Kleid neben dem Peshmerga-Anzug, kulinarische Köstlichkeiten und Musik aus Kurdistan, Afghanistan und dem Iran – jede Menge gute Laune bis morgens um 2 Uhr.
Als die Maiwiese zu klein wurde, bildeten sich Tanzgruppen in jeder freien Ecke und als am Abend das Newroz-Feuer entzündet wurde, quetschten sich dann doch wieder alle zusammen auf die Wiese.
Auch das treibsand war gerappelt voll, als DJ Ipek den späteren Abend gestaltete. Eine perfekte Musikmischung aus einem halben Dutzend Länder. „Biji, biji YPG“ erklang und KurdInnen, Afghanis, AraberInnen, Deutsche, IranerInnen tanzten gemeinsam, die YPJ-Fahne neben der afghanischen – und irgendwann gab es einfach keine Nationalitäten mehr, nur ausgelassen feiernde Menschen. Genau das ist die Botschaft von Newroz!
Ein ganz großes Dankeschön an alle, die das Fest ermöglicht haben: die Vereine und Organisationen des Vorbereitungskreises, die BewohnerInnen und Kollektive auf der Walli, die fleißigen Menschen an Kochtopf und Keyboard und, und, und…!