Bleibt gesund & solidarisch ! Das Solizentrum muss leider bis auf weiteres geschlossen bleiben- wir sehen uns !+++in der Zwischenzeit bringt gerne Lebensmittel zum Tor so wie weiter unten (rechts) beschrieben+++

Gegen die faschistische Invasion in Kurdistan/Syrien- 15.10.19 Demo Lindenplatz/Hbf.

Kommt am 15.10.2019 um 17:00 Uhr zum Konrad-Adenauer- Platz (Lindenteller)Von dort aus werden wir unsere Solidarität mit den kurdischen Freiheitskämpfer*innen auf Lübecks Straßen tragen. Es lebe der antifaschistische Internationalismus!

We stand with Rojava!
Seit 2012 baut die Bevölkerung in Nordsyrien (Rojava) eine feministische,
ökologische und basisdemokratische Gesellschaft auf. Schon in vergangenen Jahren
versuchte der faschistische Präsident der Türkei, Reccep Tayyip Erdogan, immer
wieder, die sozialrevolutionäre Gesellschaft Nordsyriens anzugreifen und zu
zerstören. Auch in der Türkei selbst werden immer wieder Journalist*innen,
Kurd*innen und Antifaschist*innen inhaftiert, gefoltert und hingerichtet.
Vor einigen Tagen startete Erdogan einen erneuten Angriff auf Rojava/Nordsyrien,
bei dem er mit Dschihadisten, wie denen des Islamischen Staats, kooperiert,diese aus Gefängnissen befreit und sie im Krieg gegen die Kurd*innen in Nordsyrien einsetzt.
So kommt es, dass IS-Terroristen unter türkischer Flagge morden – und die Welt
schaut zu. Die UN konnten sich nicht einmal dazu durchringen, die militärische
Invasion in Rojava offiziell zu verurteilen. Zwar zeigt man sich besorgt über die
Destabilisierung der Region, schweigt aber gerne darüber, dass dieser Krieg schon
jetzt hunderte ziviler Opfer forderte und mindestens 100.000 Menschen vor Erdogan
und dem IS auf der Flucht sind. Europa schweigt, liefert weiterhin Waffen und
verschließt die Augen vor den grausamen Taten der türkischen Armee und ihrer
Verbündeten.
Die Waffen und Panzer, mit denen die türkische Armee Nordsyrien angreift, kommen
größtenteils aus Deutschland. Beispielsweise verfügt Erdogan überrund 370 deutsche
Leopard-2-Panzer. Auch Bomben, Gewehre und Munition sind in großen Teilen
deutsche Fabrikate. Bisher haben nur wenige Länder ihre Waffenexporte an die
Türkei eingestellt. Denn in Europa verdient man gut am Krieg, man verdient am Tod.
Das zeigt: Krieg beginnt hier! Und hier müssen wir ihn auch beenden!
Deshalb rufen wir auf: Kommt am 15.10.2019 um 17:00 Uhr zum Konrad-Adenauer-
Platz. Von dort aus werden wir unsere Solidarität mit den kurdischen
Freiheitskämpfer*innen auf Lübecks Straßen tragen. Es lebe der antifaschistische
Internationalismus!

Klimawandel & Aufrüstung

Presseerklärung vom 23.09.19
Fridays for Future und Filmveranstaltung am 26.09.19 der Deutschen Friedensgesellschaft/Vereinigte KriegsdienstgegerInnen (DFG/VK)
Am 20.09.19 haben bei der großen Demonstration neben etwa 6000 anderen Menschen auch verschiedene Aktive aus der Friedensbewegung in Lübeck mit für die Rettung des Weltklimas demonstriert. Die dort vom Filmemacher
Nils-Holger Schomann gehaltene Rede (siehe unten) machte deutlich, daß ein klarer Zusammenhang zwischen Klimazerstörung und Krieg besteht.
“Kampfflugzeuge der Bundeswehr, wie die Tornados, die von Jagel bei Schleswig zur Kriegsbeteiligung im Irak und in Syrien geflogen sind, verbrauchen pro Flugstunde im Schnitt 4650 l Kerosin. Für das dadurch ausgestoßene CO2 könnte ein Handwerker mit seinem Diesel Transporter 50 bis 60 000 km fahren” rechnete Schomann dabei vor. Armeen auf der ganzen Welt gehörten durch Übungen und Kriege zu den größten Umweltverschmutzern überhaupt.
Deshalb wollen die beiden Gruppen der Friedensbewegung, Food not bombs und die Deutsche Friedensgesellschaft/Vereinigte KriegsdienstgegerInnen am 26.09.19 ab 19 Uhr im Solizentrum in der Willy-Brandt-Alleeüber Abrüstung und Klimarettung diskutieren. Zur Einstimmung wird der 90 Minuten lange Film “Die Waffen nieder- Schwerter zu Pflugscharen- eine kleine Geschichte der Friedensbewegung gezeigt. Der Eintritt ist frei.

Die Demo am 20.09.19 kurz vor dem Dräger Gelände in der Lachswehrallee

Rede von Nils-Holger Schomann für die DFG/VK am 20.09.10
bei Fridays for Future

Liebe Mitstreiterinnen und liebe Mitstreiter,
als Mitglied der Deutschen Friedensgesellschaft, Vereinigte KriegsdienstgegerInnen freue ich mich sehr hier sprechen zu dürfen. Wir kommen hier bei der Weltfirma Dräger vorbei, die nicht nur Feuerwehren und Rettungssanitäter sondern auch die Bundeswehr und viele Armeen der Welt beliefert.
Auf dem Drägergelände werden Sauerstoffmasken produziert, die auch von Kampfflugzeugpiloten verwendet werden. Krieg beginnt also auch hier in unserer Stadt mit Krigesproduktion. Seit Tagen brennt in Saudi-Arabien eine Raffinerie in Folge eines Drohnenangriffs, täglich werden durch den Brand des Öl Tausende Tonnen CO2 in die Athmosphäre freigesetzt. Und es besteht die akute Gefahr eines großen Krieges zwischen Saudi-Arabien und Iran, hinter denen jeweils Großmächte wie USA, Russland und China stehen, die ebenfalls eingreifen könnten. Es geht um die Beherrschung der Quellen für fossile Brennstoffe.
Noch mehr Menschen werden vor Krieg und Zerstörung Schutz in Europa und Deutscland suchen.
Die USA stehen hinter Saudi-Arabien. Erst vor kurzem, im Juni 2019, erschien eine Studie der Brown University, die nachweist, dass das US-amerikanische Militär, als weltweit größter Verbraucher von aus Erdöl hergestellten Treibstoffen auch der größte einzelne Erzeuger von Treibhausgasen ist. Allein im Jahr 2017 waren die Treibhausgasemissionen des US-Militärs größer als die der Industriestaaten Dänemark oder Schweden, das damit einen erheblichen Beitrag zur Erderwärmung leistet.
Nur eine Flugstunde des Jagdflugzeugs Eurofighter produziert mit 11 Tonnen Kohlenstoffdioxid so viel, wie durchschnittlich eine in Deutschland lebende Person im gesamten Jahr produziert.
Kampfflugzeuge der Bundeswehr, wie die Tornados, die von Jagel bei Schleswig zur Kriegsbeteiligung im Irak und in Syrien geflogen sind, verbrauchen pro Flugstunde im Schnitt 4650 l Kerosin. Für das dadurch ausgestoßene CO2 könnte ein Handwerker mit seinem Diesel Transporter 50 bis 60 000 km fahren.Aber was machen dies Tornados aus Schleswig-Holstein? Sie sind teil einer Zerstörungsmaschinerie, die Menschen, Tiere und Pflanzen tötet. Ein Tankflugzeug der Bundeswehr, wie es über dem Irak oder Syrien kreist, verbraucht selbst pro Stunde im Schnitt 15t Treibstoff.
Doch nicht nur die Ein- und Ausübung von Krieg beschleunigen die Erderwärmung. Es sind auch die Unfälle, die damit einhergehen. Vor einem Jahr, im September 2018, brannte wochenlang ein Moor im Emsland. Die Ursache war eine Raketenschießübung der Bundeswehr auf einem Truppenübungsplatz. Dieser wochenlang andauernde Brand setzte enorme Mengen an Treibhausgasen und Feinstaub frei.
Liebe Mitstreiterinnen und liebe Mitstreiter, keine weitere Energie sollte für die Bedrohung und Zerstörung von Menschen und Umwelt verwendet werden!

Lasst uns lauter und gemeinsam dafür einstehen! Kriege verschärfen den Klimawandel, die Abschaffung der Bundeswehr – das ist Klimaschutz!
Wir wollen keine Kriege, keine Kriegsübungen und keine Rüstungsproduktion, um Zugänge zu Ressourcen wie Öl und Gas zu sichern. Nein! Wir wollen keine Wirtschaftsinteressen sichern, sondern Menschen und ihr Leben! Das ist der Ruf nach dem Ende des Kapitalismus, der nur mit der Zerstörung des Planeten und mit Kriegen aufrecht erhalten bleibt.
Es ist an der Zeit, Menschen und das Klima vor Profite zu stellen!
Wer Waffen und Krieg sät wird Tod und Flucht ernten.
Wir wollen keinen Krieg, wir wollen offene Grenzen für alle Menschen und geschlossene Grenzen für Waffen.
Klimaschädigung-Flucht – Krieg- Klimaschädigung – Hunger – Flucht – Krieg – Klimaschädigung. Das ist eine Elendsspirale, die wir bekämpfen, die wir durchbrechen müssen.
Wir wollen keinen Krieg, Wir wollen keine Kriegsmaschinen. Sie alle gehören abgeschafft. Militär löst keine Probleme, es produziert immer neue. Wer Klimaschädigungen entgegentreten will, muss das Militär abschaffen. Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit !

+++ Über 6000 auf der Alle-fürs-Klima-Demo +++

+++ Wir waren mehr Menschen als je zuvor, überall auf der Welt +++ 300 Menschen sind unserem Aufruf gefolgt und haben entschlossen und solidarisch den Lindenteller in #Lübeck über mehrere Stunden besetzt +++

Lindenteller dicht: Motor aus !

Wie in vielen anderen Städten überall auf der Welt waren auch in Lübeck zum Global Strike viel mehr Menschen auf der Straße als je zuvor.

Das war der größte Klimastreik und das ist für uns erst der Anfang einer neuen Bewegung. 300 Menschen beteiligten sich an der Blockade des Lindentellers in Lübeck. Viele Menschen wollten, manche mussten an diesem Tag innehalten und den Ernst der Klimakrise erkennen.

“Die Verhältnisse werden sich ändern müssen und das nehmen wir selbst in die Hand!

Es war mega bewegend, so viele Menschen solidarisch auf der Straße zu sehen! Wir haben ein starkes Zeichen gesetzt!”, sagt Marcel Kaemp von der Interventionistischen Linken Lübeck. Er führt weiter aus: “Immer mehr Menschen erkennen, dass wir die Regeln brechen müssen, denn sie sind Teil des Problems: Es sind die Regeln des patriarchal-kapitalistischen Wirtschaftssystems, das auf Konkurrenz, ungebremstem Wachstumszwang basiert und Natur und Mensch ausbeutet.

Wir freuen uns auf die nächsten entschlossenen Aktionen zivilen Ungehorsames.

System change, not climate change!“

Basis Antifa Lübeck, Ende Gelände Lübeck, Interventionistische Linke Lübeck, La Rage Lübeck, Extinction Rebellion Lübeck

+++ Kein ruhiges Hinterland +++

Gemeinsame Zuganreise zur Demo “Segeberg bleibt bunt” am 9.11 Aufgrund der in letzter Zeit stark zunehmenden Umtriebe des neonazistischen und gewaltbereiten “Aryan Circle” in Bad Segeberg und Umgebung veranstalten Aktivisten*innen aus der Region am 9.11 um 13.00 Uhr an der Volksbank Bad Segeberg eine Demonstration, um ein deutliches Zeichen gegen das Erstarken dieser rechten Strukturen zu setzten. Aus Lübeck werden wir gemeinsam mit Zug anreisen und laden alle, die keinen Bock auf Nazis haben, dazu ein mit uns gemeinsam an- und abzureisen. Treffpunkt ist 11.45 Uhr am Hbf Lübeck. Auch die Omas gegen Rechts Lübeck werden dabei sein sowie Omas aus Kiel und Hamburg.


Nie wieder Krieg- nie wieder Faschismus- Abrüstung jetzt !

Brot & Rosen

Bis zu 40 Menschen versammelten sich am 31.08.19 ab 14 Uhr am Lübecker Koberg, um dem Einmarsch der imperialistischen Wehrmacht in Polen zu gedenken- ein Überfall auf das Nachbarland, um Europa neu aufzuteilen und unter deutsche Herrschaft zu bringen. Da passte das Solidaritätslied, das gleich zu Beginn mit einigen Besuchern aus dem Solizentrum zusammen mit dem Gewerkschaftschor Brot & Rosen angestimmt wurde. Später reichte “Food not Bombs” aus dem Solizentrum eine leckere vegane Suppe und einige Reden von DFG/VK, VVN/BdA und DGB verdeutlichten die aktuelle Kriegsgefahr durch ein neues Wettrüsten zwischen den Supermächten.