Food not Bombs Lübeck

Weltweit verhungert alle 5 Sekunden ein Kind unter zehn Jahren.

57.000 Menschen sterben pro Tag an Hunger.

Eine Milliarde Menschen ist permanent schwerst unterernährt.

Und das auf einem Planeten, der vor Reichtum überquillt.

Der World Food Report der UNO besagt, dass die Weltlandwirtschaft
heute problemlos fast 12 Milliarden Menschen, also fast das Doppelte der jetzigen Weltbevölkerung ernähren könnte.

Jährlich werden weltweit 1,572 Billionen Euro für Rüstung ausgegeben, Tendenz
steigend.

Die Finanzkrise hat zu massiver Börsenspekulation auf Grundnahrungsmittel
geführt, damit zur Preisexplosion, die weitere Millionen Menschen zu Opfern von
Hunger macht 

Das Budget des World Food Programme lag früher bei 6 Milliarden Dollar, heute
sind es nur noch 2,8 Milliarden.

Jede*r deutsche Bundesbürger*in wirft pro Jahr durchschnittlich 82 kg
Lebensmittel im Wert von 235 Euro in den Müll. Zwei Drittel dieser Lebensmittel
hätte man noch essen können.

Unter dem Vorwand des Klimaschutzes haben zum Beispiel die USA letztes Jahr
138 Millionen Tonnen Mais und hunderte Millionen Tonnen Getreide verbrannt, um
Bioethanol und Biodiesel herzustellen.

65 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht.

Zehn weltumspannende Konzerne kontrollieren 85% der weltweit gehandelten Grundnahrungsmittel.

Bis zu 20 Millionen untergewichtige Kinder werden weltweit jedes Jahr geboren.
Sie haben ein um 20 Prozent höheres Risiko, vor ihrem 5. Geburtstag zu sterben.

Hunger ist das größte Gesundheitsrisiko weltweit.

Was ist FOOD NOT BOMBS?

Im Jahr 2015 hat die Solidaritäts- und Unterstützungsarbeit Ehrenamtlicher auf der Walli
15.000 Geflüchteten Essen, Übersetzungs- und Orientierungshilfe und die Weiterreise
nach Skandinavien ermöglicht. Aus dieser Initiative ist das Solizentrum mit verschiedenen Kollektiven entstanden, darunter das Küchenkollektiv, zu dem unsere Arbeitsgruppe Food Not Bombs gehört.

Wir sammeln Lebensmittel, die entsorgt werden sollen, obwohl sie noch einwandfrei sind. Dann
kochen wir gemeinsam im Solizentrum und gehen von dort aus in die Innenstadt,
um hungrigen Menschen kostenlose, warme Mahlzeiten anzubieten.
Im Sinne der Food Not Bombs-Kampagne, die 1980 in Boston/USA gegründet wurde, verstehen
wir unsere Arbeit nicht als karitative Hilfe, sondern als politische Aktion.
Wir machen auf soziale Ungerechtigkeit, Armut, Hunger und Vertreibung von Menschen aufmerksam und klären über die Ursachen auf:
Neoliberale Wirtschaftspolitik, ein Wirtschaftssystem, in dem nur die Maximierung von Profit in Konkurrenz zueinander zählt, Klimawandel, Kriege und Lebensmittelvernichtung.
Dagegen stellen wir das Recht auf Ernährung, Solidarität und Bildung von Gemeinschaft,
die Grenzen überwindet.
Unsere Gesellschaft ist geprägt durch strukturelle Gewalt. Sie braucht Dinge, die zum Leben beitragen
und nicht Dinge, die zum Tod führen.

Wir verstehen uns als Teil der linken, antirassistischen Bewegung, die sich für Solidarität mit
Geflüchteten und ihr Bleiberecht einsetzt sowie gegen Krieg und Faschismus Position bezieht.

Wir arbeiten basisdemokratisch, antimilitaristisch und gewaltfrei. Gewaltverzicht heißt
für uns auch, dass wir qualvolle Tierhaltung strikt ablehnen. Daher kochen wir vegan.

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ARMUT UND HUNGER SIND NICHT SELBST VERSCHULDET,
SONDERN WERDEN PRODUZIERT.

WIE KANN MENSCH NOCH EINEN WEITEREN CENT FÜR MILITÄR UND KRIEG AUSGEBEN, WENN SO VIELE MENSCHEN HUNGERN?

ES IST ZEIT FÜR EINE BESSERE, GERECHTE WELT.

FANGEN WIR DAMIT AN. JETZT!


Was kann man als Verbraucher*in unmittelbar tun?

  • Keine gentechnisch veränderte Nahrung kaufen, da Bauern Lizenzgebühren auf das Saatgut zahlen müssen und dadurch verarmen.
  • Den Fleischkonsum reduzieren, wenn möglich sich vegetarisch oder vegan ernähren, denn in der Tierzucht werden große Mengen Getreide verfüttert, mit denen der Hunger unzähliger Menschen gestillt werden könnte. Außerdem verschärft die Tierzucht den Klimawandel.
  • Saisonale Nahrung aus der Region kaufen und damit dem Klimawandel entgegenwirken.
  • Nach „Reste-Rezepten“ kochen oder auf foodsharing.de Essensreste verschenken.

Food Not Bombs Lübeck
c/o Küchen-Kollektiv
Solizentrum

Willy-Brandt-Allee 11
23554 Lübeck
food.not.bombs.luebeck@posteo.de