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Unsere Veranstaltungen im November / Dezember

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20 Jahre Lübecker Flüchtlingsforum Geburtstagsfeier am 7.10.17

Unsere Veranstaltungen im September

+++ Symbolische Schlauchbootaktion auf der Trave mit 50 Unterstützer_innen +++ STOPPT DAS STERBEN IM MITTELMEER +++ FÄHREN STATT FRONTEX +++

Drei Schlauchboote, treibende Schwimmwesten auf der Trave und 50 Unterstützer_innen am Ufer haben heute auf das Sterben im Mittelmeer vor der Musik- und Kongresshalle (MuK) aufmerksam gemacht.

 

Mit Sprechchören, wie „Fähren statt Frontex“, und Redebeiträgen protestierten die Aktivist_innen lautstark in Hör- und Sichtweite der MuK, in der sich der Innenminister Thomas de Maizière bei einer Veranstaltung der Bundespolizei aufhielt.

 

Die Aktivist_innen halten die europäische Grenz- und Abschottungspolitik für unverantwortlich und werden entschlossen für die Anwesenheit von Geflüchteten kämpfen. Trotz der tödlichen Überfahrt von Flüchtenden auf dem Mittelmeer beim Versuch die mörderischen Grenzen Europas zu überwinden, weigert sich der deutsche Innenminister Thomas de Maizière und andere Europäische Innenminister sichere Fluchtwege zu schaffen.

 

„Die Bewegung der Migration lässt sich nicht aufhalten, nicht mit Grenzen und auch nicht mit Waffen. Wer ertrinkt, wird ermordet. Das lässt sich nicht wegdiskutieren.“, sagt Hannah Wagner vom Lübecker Flüchtlingsforum e.V. Helga Lenz von der Humanistischen Union OV Lübeck ergänzt: „Wir fordern sichere Fluchtwege nach Europa und ein Ende des Sterbens im Mittelmeer.“

 

Weiter erklärt Helga Lenz: „Die Seenotrettenden dürfen nicht kriminalisiert werden. Aufs Schärfste zu verurteilen ist der Versuch die Flucht nach Europa durch die Zusammenarbeit mit totalitären Staaten und Organisationen, wie mit Libyen, verhindern zu wollen.“ Hannah Wagner ergänzt: „Dies geschieht im Bewusstsein, dass dabei gegen Menschenrechte und international geltendes Recht verstoßen wird.“

 

Der Innenminister Thomas de Maizière weigerte sich auf ein Delegationsgesprächsangebot mit den Protestierenden einzugehen und auch die Übergabe einer Schwimmweste und des Aufrufs wurde von ihm persönlich verweigert.

 

Am Rande der Aktion zeigten sich Menschen mit der von Thomas de Maizière kürzlich verbotenen Internetplattform „Linksunten“ solidarisch.

Praktische Solidarität gegen G20 – Sicherheitskonzept geht auf

„Wellcome to hell“ war an den Tagen des G20 Gipfels das Motto einer der Demonstrationen gegen den Kapitalismus mit seinen ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Verwüstungen.

„Wellcome to heaven“ stand in bunten Lettern auf einem Transparent über dem Weg im Kirchhof der St. Pauli Kirche. Zwischen den Wörtern Abdrücke von Kinderhänden.

 

 

Aktive des Lübecker Flüchtlingsforums / Solizentrum berichten von den G20-Protesten in Hamburg

Praktische Solidarität gegen G20 – Sicherheitskonzept geht auf 

Bereits Wochen vor dem Gipfel und währenddessen wurden Grundrechte der Versammlungs-, Demonstrations- und Pressefreiheit von der Polizei außer Kraft gesetzt, und, wie sich in den darauffolgenden Tagen zeigen sollte, buchstäblich zertreten und zerschlagen.

Da die Polizei den Protestierenden die Camps auch da verweigerte, wo diese schon gerichtlich erlaubt wurden, haben wir uns entschlossen, einen sicheren Ort zu finden, der uns ermöglicht, sinnvoll an Protesten teil zu nehmen.

Wie selbstverständlich waren wir während dieser Tage eingeladen, auf dem Gelände der St.Pauli-Kirche im Schutz der Hecken zu campieren und konnten dort einen sicheren Ort zum Schlafen, Ausruhen und Quatschen finden. Das pausenlose Knattern der Hubschrauber war hier unter dem Laub der Bäume nicht ganz so nervig. Es gab Toiletten, Wasser, Strom und eine tägliche Picknick-Tafel. Alles Allen. In der Hafenstraßen-Vokü gleich um die Ecke konnten wir uns zusätzlich verpflegen. Der Küster Philippe stand uns in allen organisatorischen Fragen zur Seite. Er ist ein hammerguter herzlicher Kerl, immer ansprechbar und hilfsbereit.

Die St. Pauli-Kirche und das Solizentrum verbindet etwas: dass wir auf der Seite der diskriminierten Menschen stehen, uns mit diesen solidarisieren und uns damit über institutionelle Verbote und Beschneidung von Menschenrechten hinwegsetzen. Wir sind uns darin einig, dass die G20 für eine Welt voller Elend verantwortlich sind. Wir begegnen uns in dem Glauben, dass die G20 darüber nicht das letzte Wort behalten werden, sondern die Menschen entscheiden werden, in welcher Welt wir alle leben.

Das Transparent „Welcome to Heaven“ sei eine Anspielung auf das Demonstrationsmotto am Donnerstag, sagte Pastor Sieghard Wilm, sie wollten aber auch ganz praktisch dazu beitragen, dass jetzt und hier ein Stück „Himmel auf Erden“ sein könne. „Das Sicherheitskonzept der Kirche ist besser als das der Polizei.“ Wir reden miteinander und finden darüber Möglichkeiten das Leben gemeinsam zu gestalten. Insofern war das Gelände der St. Pauli Kirche tatsächlich so etwas wie ein Stück Himmel auf Erden.

In einem Interview im Stern sagte Pastor Wilm, als Christ glaube er daran, dass der Mensch veränderungsfähig sei. Das möge man naiv finden. Aber was sei die Alternative zu diesem Glauben? Dann bliebe einem nur der Zynismus. Wie sind wir denn? Naiv oder Zynisch? Oder was anderes?

Am Freitagnachmittag, während der Friedensandacht, trieb eine Horde von vermummten Polizisten Demonstrant_innen durch die Straßen an der Kirche vorbei und verschossen Tränengasgranaten. Der beißende Nebel verteilte sich auch über der Kirchhofwiese. Eine junge Frau floh in Panik vor den Schlagstock-schwingenden Männern auf die Kirche zu, stieg über den hüfthohen Zaun und verletzte sich dabei, weil eine Zaunspitze durch ihre Schuhsohle stieß. Eine andere Frau suchte ebenfalls Schutz auf dem Gelände der Kirche. Kurz zuvor habe sie ein Polizist sehr grob festgehalten und sie mit den Worten beschimpft: „Du Fotze, wenn du dich noch einmal hier blicken lässt, brech ich dir alle Knochen.“ Beide Frauen waren übrigens nicht schwarz vermummt.

Wir sind fassungslos und fragen uns, was diese Menschen in Uniform dazu bringt, derart Gewalt auszuüben. Immer wieder konnten wir vom Kirchengelände aus vollkommen willkürliche, nicht nachvollziehbare gewalttätige Übergriffe von Polizisten in Kampfmontur beobachten, oft sexistisch, demütigend und entwürdigend. Seither tauchen zunehmend Berichte von Rechtsverletzungen bis zu schweren Misshandlungen durch die Polizei auf. Wir verurteilen den Stil der Polizeiführung und das Verhalten sehr vieler Polizisti_innen als brutal, eskalativ und verantwortungslos.

An der Abschlussdemo „Grenzenlose Solidarität“ am nächsten Tag haben 100.000 Menschen teilgenommen. Widerstand entsteht aus Hoffnung.

Danke, für euren Mut, eure Zeit, danke für den sicheren Platz und danke, Philippe für den Sticker mit „Glaube Liebe Hoffnung“. Aus Hoffnung entsteht Widerstand.

We’ll Come United! 16. September 2017 Berlin

Antirassistische Parade / commUNITY-Carnival in Berlin

Don’t miss it!

 

Can’t stop moving: More than 100 activists from 15 cities gathered in Berlin on the 15th and 16th of July for the We`ll Come United Action Conference.

By now more than 10 motive-wagons are registered for the 16th of September, for example: “Ferries not of Frontex”, “Against all walls and fences” and “Bleibistan” against the deportations to Afghanistan. “Right to Education” and “Solidarity with the City Plaza Hotel in Athens”, “Refugee-Women-Empowerment”, against fear and racism and a car with a huge yellow whistle as a symbol “Against Dublin Deportations”. Other wagons are already in the planning.

14 buses – which will depart from the following cities – have already been booked:
Bielefeld / Paderborn, Darmstadt (2 busses), Frankfurt (2 busses), Hanau (2 busses), Hanover, Hoch-Taunus-Kreis, Kassel, München, Osnabrück, Wiesbaden / Mainz and Wuppertal.
From Brandenburg there will also be busses, which will go to different refugee camps. Join us!

http://www.welcome-united.org

Von der Nothilfe zum gleichberechtigten Projekt: Solizentrum 2015-2016

https://youtu.be/k0qA-IP5K6I

Diese Dokumentation über das Solizentrums wurde von Leftvision (https://www.facebook.com/pg/leftvision) gedreht . Die Doku zeigt Ausschnitte aus der Startphase 2015, wo wir hauptsächlich mit dem Transit beschäftig waren und aus 2016, die viele Projekte, die das Solizentrums auch heute noch hat.

 

 

Unsere Veranstaltungen im Juli und August

31.5.2017, 17 UHR, MARKTPLATZ LÜBECK +++ STOPP ABSCHIEBUNGEN NACH AFGHANISTAN +++ #BLEIBISTAN

Stopp Abschiebungen nach Afghanistan! Jede Abschiebung ist eine zu viel! Bleiberecht für Alle!

Seit Dezember 2016 sind bundesweit fünf Sammelabschiebungen von insgesamt 107 Menschen nach Afghanistan durchgeführt worden.

In Schleswig-Holstein endete der Abschiebestopp nach Afghanistan am 13. Mai. Nach unseren Informationen gibt es am 31. Mai 2017 allerdings keine Abschiebungen aus Schleswig-Holstein nach Afghanistan. Seid dennoch wachsam und kontaktiert gegebenenfalls das Bündnis gegen Abschiebungen unter 0157 34934911.

Wir rufen alle Menschen auf, am Mittwoch den 31. Mai um 17 Uhr auf dem Marktplatz Lübeck sich zu treffen, um unsere Forderung “Stoppt Abschiebungen nach Afghanistan” Ausdruck zu verleihen. Nach der Kundgebung gehen wir zusammen zum Solizentrum, um an folgender Veranstaltung teilzunehmen:
“Abschied wider Willen: Was tun, wenn die Abschiebung droht?”
Droht eine Abschiebung, kommen viele ehrenamtliche Unterstützer/innen an ihre Grenzen. Andrea Dallek vom Projekt “Dezentrale Flüchtlingshilfe” beim Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e. V. informiert über Möglichkeiten, wie eine Abschiebung ggf. verhindert oder wie die Unterstützung auch nach einer Abschiebung ggf. fortgesetzt werden kann:
Mittwoch, 31.05.2017, 19 Uhr

Unser Juni-Programm